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Energieverbrauch in Deutschlands Wohngebäuden deutlich gesunken
Energieverbrauch in Deutschlands Wohngebäuden deutlich gesunken
Ergebnisse des ista-IWH-Energieeffizienzindex: Veränderung der Energiekennwerte in Deutschland 2008 gegenüber 2003 in Prozent (Abrechnungsperiode 2008).

24.03.2010 12:13:34 - Gemeinsame Untersuchung von ista und IWH zeigt: Wesentliche Steigerung der Energieeffizienz gegenüber dem Jahr 2003 / starke regionale Unterschiede: Energiekennwerte von Wohngebäuden in den alten Bundesländern besonders deutlich gesunken

Essen, 24. März 2010. Strengere Gesetze und Fördermaßnahmen der Bundesregierung rechnen sich: Der Energieverbrauch im deutschen Wohnungsbestand ist im Zeitraum von 2003 bis 2008 über 10 Prozent gesunken. Das ergab eine Untersuchung von ista, dem weltweit führenden Unternehmen für die verbrauchsgerechte Erfassung und Abrechnung von Energie, Wasser und Hausnebenkosten und dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Die Auswertung offenbarte starke regionale Unterschiede: Im Westen Deutschlands sanken die Energieverbräuche wesentlich stärker als im Osten, innerhalb Westdeutschlands zeigt sich außerdem ein Nord-Süd-Gefälle.

Laut ista-IWH-Energieeffizienzindex sanken die durchschnittlichen Energiekennwerte von Mehrfamilienhäusern in Deutschland in den Jahren von 2003 bis 2008 von 157 auf 141 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr (kWh / m2 a). Deutliche Unterschiede zeigten sich zwischen den neuen und den alten Bundesländern: Im Westen sanken die Energiekennwerte um 11,1 Prozent (18 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche), im Osten um 7,1 Prozent (10 kWh). Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist die Ausgangslage bei der Gebäudesubstanz in 2003: Durch zahlreiche Sanierungsprogramme und Neubauten seit 1990 sind die Gebäude im Osten wesentlich energieeffizienter als im Westen. So erreichten die westdeutschen Kennwerte (144 kWh) erst 2008 das Niveau, das im Osten der Republik bereits 2003 zu verzeichnen war (141 kWh).



Vor dem Hintergrund dieses Nachholbedarfs konnten die westlichen Bundesländer ihren Energieverbrauch gegenüber 2003 überproportional senken: Niedersachsen (15 Prozent), Bremen (14,6 Prozent), Schleswig-Holstein (14,1 Prozent), Bayern (12,5 Prozent) und Hamburg (11,8 Prozent) sind die Spitzenreiter.

'Wir sehen zwei Gründe für diese positive Entwicklung in der Bundesrepublik. Erstens zeigt die umfangreiche Förderung der energetischen Gebäudesanierung durch die Bundesregierung Wirkung. Zweitens haben Verbraucher ihr Energiekonsumverhalten aufgrund steigender Energiepreise angepasst.', erklärt Peter Ruwe, Vertriebsgeschäftsführer (CSO) bei ista Deutschland.

Energieeffizienteste Wohngebäude stehen in Mecklenburg-Vorpommern

Bundesweit am niedrigsten ist der Energiebedarf in Mecklenburg-Vorpommern mit 115 kWh, gefolgt von Sachsen (120 kWh), Thüringen (121 kWh), Bayern (126 kWh) und Brandenburg (132 kWh). Unter dem bundesdeutschen Mittelwert von 141 kWh liegen auch noch Sachsen-Anhalt (133 kWh) und Baden-Württemberg (135 kWh). Schlusslichter sind Bremen (158 kWh), Nordrhein-Westfalen (155 kWh), Hamburg (152 kWh), Saarland (151 kWh) und Rheinland-Pfalz (147 kWh).

'Der gemeinsame Energieeffizienzindex von ista und dem IWH zeigt, dass es deutliche Verbesserungen bei der Energieeffizienz im Gebäudestandard gegeben hat. In Westdeutschland gibt es aber im Vergleich zum Osten noch immer einen Nachholbedarf', so Professor Martin T.W. Rosenfeld, Leiter der Abteilung Stadtökonomik am IWH. Als Grundlage für den ista-IWH-Energieeffizienzindex dienten die Abrechnungsdaten (Abrechnungsperiode 2008) von mehr als 228.000 Liegenschaften beziehungsweise knapp 2,2 Millionen Wohnungen.



ista Deutschland:

ista bietet innovative und zukunftsfähige Lösungen rund um das Thema Energieeffizienz in Gebäuden. Der Energiedienstleister aus Essen ist das weltweit führende Unternehmen für die verbrauchsgerechte Erfassung und Abrechnung von Energie, Wasser und Hausnebenkosten. Die Dienstleistungen für Immobilienverwalter, -eigentümer und Energieversorgungsunternehmen reichen von der Lieferung und Installation von Messgeräten über die Verbrauchserfassung bis hin zur Abrechnung und Analyse von Energiedaten. ista beschäftigt in 25 Ländern mehr als 4.600 Menschen und erbringt regelmäßige Dienstleistungen für über 12 Mio. Nutzeinheiten (Wohnungen und Gewerbeimmobilien). 2009 erwirtschaftete ista einen Umsatz von 665 Mio. Euro. In Deutschland betreuen knapp 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 24 Standorten die Kunden mit insgesamt mehr als 4,2 Mio. Nutzeinheiten.

Mehr Informationen unter www.ista.de.



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Grugaplatz 2
45131 Essen

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